Olivers Filmwelten

Aus Leidenschaft zum Film


„The Abominable Snowman“ / „Yeti, der Schneemensch“

Großbritannien, 1957

Bewertung: 4.5 von 5.

Der Wissenschaftler Dr. Ronaldson betreibt im Himalaya zusammen mit seiner Frau Helen und seinem Assistenten Fox botanische Forschungen, wofür er in einem buddhistischen Kloster untergekommen ist. Was er den beiden bisher verschwiegen hat, ist die Tatsache, dass er sich bereit erklärt hat, an einer Expedition teilzunehmen, deren Ziel es ist, den sagenumwobenen Yeti zu finden.
Im selben Jahr, in dem er mit der Rolle des Dr. Frankenstein in „Frankensteins Fluch“ seinen endgültigen Durchbruch haben sollte, spielte Peter Cushing unter der Regie von Val Guest für die Hammer Film Studios in diesem Abenteuerfilm mit mystischen Elementen die Hauptrolle. Gedreht in den französischen Pyrenäen und den britischen Bray Film und Pinewood Studios, lebt der Film neben den starken Darstellungsleistungen vor allem von den glaubwürdigen Set-Pieces, die von Kameramann Arthur Grant bei seinem Hammer Film-Debüt in gleichsam kunstvollen wie atmosphärischen Bildern eingefangen wurden.
Neben Cushing wissen Forrest Tucker als ruhmsüchtiger Expeditionsleiter Dr. Friend und Maureen Connell als vernunftgetriebene Helen Ronaldson in weiteren Hauptrollen zu gefallen.
Wer jedoch angesichts des Titels ein Monster-Flick erwartet, dürfte mehr als enttäuscht werden. Zwar spielt der Film zeitweise mit Elementen des Horrorfilms, erweist sich jedoch letztendlich als philosophisch angehauchte Mahnung an die Menschheit, von ihrem selbstzerstörerischen Weg abzulassen.
Die jüngst von Hammer Films in UK veröffentlichte 4K-Version präsentiert den Film in einer wunderbaren Restaurierung mit vielen interessanten Extras und hilft hoffentlich dabei, dass es dem Yeti endlich verdientermaßen gelingt, aus dem Schatten der großen Hammer-Erfolge herauszutreten.



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