Olivers Filmwelten

Aus Leidenschaft zum Film


„Good Boy“

Norwegen, 2022

Bewertung: 0.5 von 5.

Die Psychologiestudentin Sigrid lernt über Tinder den charmanten und gebildeten Christian kennen. Doch beim ersten Date bei ihm muss sie feststellen, dass Christian nicht alleine wohnt. Bei ihm lebt Frank, ein Mann in einem Hundekostüm, von dem Christian sagt, er wäre ein Hund und sie solle ihn auf jeden Fall auch so behandeln.
Leider entwickelt der norwegische Regisseur Viljar Bøe aus dieser ungewöhnlich und interessant klingenden Prämisse lediglich einen erstaunlich herkömmlichen und weitestgehend belanglosen Beziehungsthriller, der erst gegen Ende, was allerdings schon nach einer guten Stunde ist, etwas an Fahrt aufnimmt.
Aber gerade dieses Finale ist das besonders ärgerliche an dem Film, wirft es doch erneut die Frage auf, warum BDSM und Kink im Mainstream-Kino von „Fifty Shades of Grey“ bis „Good Boy“ (der gerne mehr wäre, aber eben doch nur konventionell ist) immer das Ding von Psycho- oder Soziopathen sind.
Wo sind die Kink-RomComs und die BDSM-Horrorfilme, die zeigen, dass es dabei eben nicht um das rücksichtslose Ausleben von Machtphantasien geht, sondern dass Consent die wichtigste Grundlage dafür ist. Aber mit Consent und Sexualität tun sich viele Mainstreamfilme ja auch eher schwer.
Was bleibt ist ein langweiliges und darüber hinaus ärgerliches Stück Film, und eine vertane Chance ein interessantes Thema in einen vernünftiges Licht zu rücken.



Eine Antwort zu „„Good Boy“”.

  1. […] nur Indy sehen…„Good Boy„, nicht zu verwechseln mit dem furchtbaren norwegischen Machwerk gleichen Namens aus dem Jahr 2022, ist der Debütfilm von Ben Leonberg, den dieser zusammen mit seiner Frau Kari […]

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