USA, 2025
Der Hundy Indy ist vor kurzem mit seinem kranken Herrchen Todd aus der Stadt in eine einsame Waldhütte gezogen, die einst dessen Großvater gehörte.
Doch wie es scheint lastet auf der Hütte ein dunkles Geheimnis, aber das seltsame Wesen, das dort umgeht, kann offensichtlich nur Indy sehen…
„Good Boy„, nicht zu verwechseln mit dem furchtbaren norwegischen Machwerk gleichen Namens aus dem Jahr 2022, ist der Debütfilm von Ben Leonberg, den dieser zusammen mit seiner Frau Kari Fischer, einer Handvoll Darsteller*innen und einem kleinen Filmteam innerhalb eines Zeitraumes von drei Jahren drehte.
Dabei erzählt er die Geschichte fast vollständig aus der Sicht des Hundes (gespielt vom Retriever des Regisseurs), wodurch das Publikum in eine Perspektive geholt wird, in der es zwar mehr sieht als die menschlichen Protagonisten, aber gleichzeitig auch weniger versteht. Aus diesem Zwiespalt heraus entwickelt der Film, gepaart mit den entsprechenden Blickwinkeln der Kamera, seine ganz eigene Atmosphäre.
Dass diese ungewohnte Prämisse nicht über die normale Laufzeit eines Filmes trägt, war dem Regisseur wohl auch bewusst, weswegen „Good Boy“ inklusive Abspann gerade mal 72 Minuten dauert und sich damit (und wegen seiner experimentellen Erzählweise) fast wie ein langer Kurzfilm anfühlt, der aber erstaunlich gut funktioniert, sowohl als stellenweise wirklich gruseliger Horrorfilm, der scheinbar bekannten Motiven eine neue Sichtweise abgewinnen kann, als auch als Meditation über Verlust und Trauer.

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