Olivers Filmwelten

Aus Leidenschaft zum Film


„Scream VI“

USA, 2023

Bewertung: 4.5 von 5.

Anlässlich der Sichtung von „Scream 7“ habe ich mal mein drei Jahre altes Review zum sechsten Teil der Filmreihe ausgegraben, der mir seinerzeit ausnehmend gut gefallen hat.
Scream“ von Wes Craven und Kevin Williamson sorgte 1996 für eine Frischzellenkur im Slashergenre. Harte Kills kombiniert mit einem Metakommentar auf das Genre, das gab es vorher so noch nicht.
Leider gefielen sich die Fortsetzungen mehr und mehr in selbst-referenziellem Blabla und wollten intelligenter sein als sie waren und vergaßen darüber mehr und mehr, was das Genre eigentlich ausmacht.
2011 war dann glücklicherweise erstmal Schluß und als letztes Jahr nach elf Jahren ein fünfter Teil (ohne Nummer schlicht „Scream“ betitelt) einen Neuanfang versprach, war der Hauptgrund für mich dem Film überhaupt eine Chance zu geben, die Beteiligung von Jenna Ortega.
Umso erfreuter war ich, dass den beiden Regisseuren Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett („You’re next„, „Abigail„) die Rückbesinnung auf die alten Werte tatsächlich glückte. Es gab zwar immer noch eine Menge Meta-Krams (für meinen Geschmack sogar etwas zu viel), aber dazwischen präsentierte sich der Film als harter und düsterer Slasherfilm mit toughen Heldinnen.
Scream VI“ führt diese Entwicklung nun fort, verlegt die Handlung nach New York, reduziert den Meta-Anteil noch weiter, und erhöht das Kill- und Blutlevel.
Manche Kritiker werfen dem Film zwar vor, damit das zu verlieren, was die Serie so besonders gemacht habe, aber mir ist ein spannender, gut gemachter Slasher tausendmal lieber als zwanghaft aufgebaute Metaebenen, die in Wiklichkeit auf nichts verweisen.
Wenn es bei dieser Entwicklung bleibt, kann es von mir aus gerne auch noch einen 7. Teil geben mit neuen Ghostface-Killern, die immer noch nicht gelernt haben, dass man sich mit Melissa Barrera und Jenna Ortega als den Carpenter-Schwestern besser nicht anlegt.



Ein Kommentar zu „„Scream VI““

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