Olivers Filmwelten

Aus Leidenschaft zum Film


„Für den unbekannten Hund“

Deutschland, 2007

Bewertung: 4 von 5.

Der Betonbauergeselle Bastian wird aus dem Gefängnis entlassen, wo er wegen eines missglückten Einbruchs in einen Bankautomaten eingesessen hat. Doch tatsächlich lastet ein noch viel schlimmeres Verbrechen auf ihm, wegen dem er von seinem ehemaligen Kumpel Maik erpresst wird. Um diesem zu entkommen, nutzt er die sich ihm durch eine Verkettung seltsamer Zufälle bietende Gelegenheit „auf Walz“ gehen zu können…
Für den unbekannten Hund“ war der zweite Film des Regie-Bruder-Duos Benjamin und Dominik Reding. Hatten sie ihren Erstling „Oi! Warning“ in körnigem Schwarzweiß gedreht, zeichnet sich die Kameraarbeit von Axel Henschel in ihrem Zweitwerk durch eine extreme, teilweise fast surreal anmutende Farbdramaturgie aus.
Die Hintergründe der von Lukas Steltner mit einnehmender Glaubwürdigkeit gespielten Hauptfigur Bastian erschließen sich erst langsam im Laufe des Films durch bruchstückhafte Flashbacks.
Sascha Reimann aka Ferris MC weiß als mürrisch-skeptischer Wandergeselle Festus ebenso zu begeistern.
Wie schon bei „Oi! Warning“ tauchen die Reding-Brüder in ein dem Publikum fremdes Milieu ein und erzählen eine atmosphärisch dichte, aber manchmal etwas sperrige Geschichte um Schuld, Sühne und Vergebung.
Die damalige DVD-Veröffentlichung ist lange out-of-print und nur noch Second Hand erhältlich, und auch im Streaming ist der Film genau wie der Erstling aktuell nicht zu finden.



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