Großbritannien, 2026, Netflix
„Heartstopper Forever“ von Wash Westmoreland ist der Abschluss der Nextflix-Serie „Heartstopper“ nach der gleichnamigen Comicreihe von Alice Oseman um eine queere Freundesclique, in deren Mittelpunkt Charlie und Nick stehen. Die erste Staffel war seinerzeit eine „fluffy bubble of queer joy„, in der Queersein eben nicht wie in vielen anderen Filmen und Serien gleichbedeutend mit Problemen war, sondern die sich hauptsächlich auf die schönen Seiten des Lebens wie die erste Liebe (zwischen Charlie und Nick) konzentrierte. Sozusagen genau die Serie, die viele von uns in ihrer Jugend in den 80ern oder 90ern gerne gehabt (und gebraucht) hätten.
Mit jeder Staffel wurde die Serie etwas ernster und diesen Trend setzt auch der Film, der die ursprüngliche geplante vierte Staffel ersetzt, fort. Wegen der deutlich geringeren Laufzeit treten leider nahezu alle anderen Figuren außer Charlie und Nick sehr in den Hintergrund, was äußert schade ist, war doch gerade die breit aufgestellte und sehr gute Repräsentation unterschiedlichen queeren Lebens einer der großen Pluspunkte der Serie.
Den passenden Abschluss schafft dann auch erst der Epilog des Films, der uns in kurzen Szenenfolgen zeigt, wie es mit all den lieb gewonnenen Charakteren nach dem Schulabschluss weitergeht und uns letztlich mit einem positiven Gefühl entlässt.
Eine der berührendsten Szenen gehört übrigens Altstar Derek Jacobi, der eine Hälfte eines schwulen Pärchens in einem Café spielt.
Menschen, die die Serie noch nicht kennen, werden mit dem Film wenig anfangen können, denn die Charaktere werden als bekannt vorausgesetzt und nicht ausführlich eingeführt. Allen anderen (und mir selbst) hätte ich eine vollständige vierte Staffel gegönnt, aber bei der Sendepolitik von Netflix können wir wohl froh sein, dass wir überhaupt eine Form von Abschluss bekommen haben.

Kommentar verfassen