Olivers Filmwelten

Aus Leidenschaft zum Film


„Gravity Falls“ / „Willkommen in Gravity Falls“, Staffel 1 & 2

USA, 2012 – 2016

Bewertung: 5 von 5.

Die 12jährigen Zwillinge Dipper und Mabel Pines sollen ihre Sommerferien in dem kleinen Ort Gravity Falls in Oregon verbringen, in dem ihr Großonkel Stan zusammen mit seinem Gehilfen Soos und der 15jährigen Aushilfe Wendy ein Kuriositätenmuseum betreibt.
Schon bald stellen die Geschwister fest, dass diese Sommerferien anders sein werden als alle zuvor, denn Gravity Falls steckt tatsächlich voller übersinnlicher Geheimnisse.
Die für den Disney-Channel produzierte Zeichentrick-Serie ist eine wunderbare Mischung aus Coming-of-Age, Comedy und Mystery, inspiriert von Serien wie „Akte X„, „Twin Peaks“ und „Fringe„.
Während uns die erste Staffel mit vielen „Monster of the Week“-Folgen langsam in die Geheimnisse des Ortes und des „Mystery Shack“ genannten Museums einführt, nimmt die Serie mit der zweiten Staffel nochmals deutlich an Fahrt auf und baut einen folgenübergreifenden Handlungsbogen auf, der in einem dreiteiligen Finale von wahnwitzigem Ausmaß endet.
Neben John Ritter als Dipper, Kristen Schaal als Mabel und Serienerfinder Alex Hirsch in gleich mehreren Hauptrollen, haben im Original einige klangvolle Namen aus Film und Fernsehen ihre stimmlichen Auftritte in der Serie, allen voran J.K. Simmons, John „Bender“ DiMaggio und Alfred Molina.
Ebenso schräge wie sympathische Charaktere und anarchistischer Humor gemischt mit einer intelligent gewobenen Geschichte um Freundschaft und Familie und einer ordentlichen Prise Grusel und Mystery machen „Gravity Falls“ zu einer Zeichentrickserie, wie sie eins aus dem Hause Disney nicht unbedingt erwarten würde, und an der ältere Kinder wie Erwachsene ebenso großen Spaß haben können.
Die bei Shout! Factory in den USA erschiene Special Edition mit beiden Staffeln und allen zugehörigen Kurzfilmen auf DVD bzw. Blu-ray ist zwar offiziell out-of-print, aber die DVD-Version ist noch durchaus günstig zu bekommen, während die Preise für die Blu-rays auf dem Weg zum Mond sind. Die Bildqualität der DVDs ist jedoch so gut, dass ich nicht glaube, dass angesichts des ja sehr flächigen Zeichenstils ein übermäßig großer Qualitätsunterschied zu bemerken wäre. Wider Erwarten liefen die DVD übrigens auf meinem europäischen Blu-ray-Player, was insofern relevant ist, als dass es ja keine offizielle physische Veröffentlichung der Serie außerhalb der USA gibt.



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