USA, 1961
Mit „Eins, zwei, drei“ drehte Billy Wilder zwei Jahre nach „Manche mögen’s heiß“ eine meiner absoluten Lieblingskomödien, deren Tempo mit atemlos nur sehr unzureichend beschrieben ist.
James Cagney, berühmt geworden durch die Darstellung knallharter Gangster, darf hier als Chef der Coca Cola-Filiale im geteilten Berlin, der in Richtung Ostblock expandieren will, seine komische Seite rauskehren und tut dies mit einer ansteckenden Spielfreude, die einfach alle mitreisst.
Lilo Pulver als seine Sekretärin Ingeborg, Hanns Lothar als sein Assitent Schlemmer, Horst Buchholz als kommunistischer Haudegen Otto und Ralf Wolter als russischer Minister für Softdrinks, sie alle sind bis ins Karikaturenhafte überzeichnet, aber der Film lässt uns keine Zeit darüber nachzudenken.
Großartige Albernheiten („Sitzen machen!“), bissige Politsatire und tiefschwarzer Humor wechseln sich in einer Geschwindigkeit ab, bei der eins sich schwindelig lacht.
Ich habe den Film nun schon ich weiß nicht wie oft gesehen und mir fallen immer wieder neue Sachen auf, bei denen ich mich nicht einkriege.
Und in der 2021 erschienenen Blu-ray-Ausgabe von Koch Media sieht er obendrein einfach noch fantastisch aus.

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