Olivers Filmwelten

Aus Leidenschaft zum Film


„Die My Love“

Großbritannien, USA, 2025, MUBI

Bewertung: 4 von 5.

Das junge Paar Grace und Jackson zieht aus der Großstadt aufs Land, in das Haus von Jacksons verstorbenem Onkel. Trotz des herunter-gekommenen Zustandes des Hauses sind die beiden zuversichtlich, sich dort eine gemeinsame Zukunft aufbauen zu können. Doch als Grace ein Kind bekommt und wegen Jacksons Arbeit oft tagelang mit dem Kleinen alleine ist, beginnt die anfängliche Idylle zu bröckeln…
Die My Love„, seit Dorothy Arzners brillantem „Merrily we go to Hell“ von 1931 hat wohl kaum ein Titel den Niedergang einer Liebesbeziehung so sehr auf den Punkt gebracht.
Jennifer Lawrence, die sich in letzter Zeit rar gemacht hat und nur noch höchstens einen Film pro Jahr dreht, und Robert Pattinson spielen das Paar in der von unerfülltem Verlangen, Eifersucht, Depressionen und Selbstverletzung gesäumten Abwärtsspirale mit vollem Körpereinsatz und schmerzvoller Glaubwürdigkeit.
Das strenge 4:3-Format der Bilder von Kameramann Seamus McGarvey wird immer wieder durch Tür- und Fensterrahmen noch zusätzlich im Blickfeld verkleinert, um das Eingesperrt-Sein der Figuren zu unterstreichen.
Und die wenigen positiven Momente, zu denen unter anderem die Auftritte der wie immer wundervollen Sissy Spacek als Jacksons Mutter gehören, sind stets überschattet von der Vorahnung, dass sie nicht lange anhalten werden.
Lynne Ramsays Verfilmung des Romans „Mátate, amor“ der argentinischen Schriftstellerin Ariana Harwicz fügt sich somit nach „Ratcatcher“ und „We Need to Talk about Kevin“ nahtlos in das Schaffen der Regisseurin ein.



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