Feministisches Kino
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„Älskande par“ / „Loving Couples“
Schweden, 1964 „Älskande par“ das Regiedebüt der schwedischen Schauspielerin Mai Zetterling wurde 1965 vom Wettbewerb in Cannes ausgeschlossen. Zu offen, so hieß, es sei ihr Umgang mit Nacktheit und (weiblicher (auch Homo-))Sexualität, zu kritisch aber wohl auch ihr Blick auf die Rolle der Frau in der Gesellschaft.Basierend auf den Romanen der schwedischen feministischen Schriftstellerin Agnes… Continue reading
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„The Last Duel“
USA, 2021 Als der erste Trailer für Ridley Scotts „The Last Duel“ veröffentlicht wurde, konnte eins im Internet angeregte Diskussionen über die Authenzität der dort zu sehenden Rüstungen und Helme verfolgen.Jetzt (dieser Beitrag entstand im Dezember 2021), nach Sichtung des Films, wird mir erst recht bewusst, wie irrelevant diese Diskussionen waren, sind die Ausstattung wie… Continue reading
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„Honor Among Lovers“
USA, 1931 „Honor Among Lovers“ war der letzte Film, den die Regisseurin Dorothy Arzner für ein Vertragsstudio drehte, bevor sie Freelancerin wurde und somit auch mehr Kontrolle über ihre Projekte bekam.So kommt „Honor Among Lovers“ noch nicht an ihre in den Folgejahren entstandenen Meisterwerke „Merrily We Go to Hell„, „Christopher Strong“ oder ihr Spätwerk „Dance,… Continue reading
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„Merrily We Go to Hell“
USA, 1931 Dorothy Arzner gilt als die einzige Regisseurin, die sich nach Einführung des Tonfilms im Studiosystem Hollywoods behaupten konnte.„Merrily We Go to Hell“ ist der Trinkspruch des Reporters (und Möchtegern-Autors) Jerry Corbett (Fredric March), der auf einer Party die junge Joan Prentice, die Tochter eines Großindustriellen kennen- und lieben lernt.Das Paar heiratet in den… Continue reading
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„La fiancée du pirate“ / „Moneten für das Kätzchen“
Frankreich, 1969 „La fiancée du pirate“ habe ich entdeckt durch die Liste „The female gaze: 100 overlooked films by women“ des BFI und der deutsche Titel „Moneten für das Kätzchen“ ist das, was passiert, wenn ein feministischer Film einer französischen Regisseurin, für den sie sogar in Venedig den „Goldenen Löwen“ erhielt, auf das patriachalisch-geprägte Spießertum… Continue reading
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„Polytechnique“
Kanada, 2009 Das folgende Review enthält Spoiler zum Handlungsablauf. Denis Villeneuve („Arrival„, „Dune„) ist einer meiner liebsten Gegenwartsregisseure, leider kenne ich noch nicht alle seiner älteren Filme. „Polytechnique“ war eine dieser Lücken, die ich unbedingt schließen wollte.In Deutschland leider nur als Bonusfilm im Mediabook von Villeneuves „Enemy“ erhältlich , hatte ich mir die britische Blu-ray… Continue reading
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„Dance, Girl, Dance“
USA, 1940 „Dance, Girl, Dance“ war der vorletzte Film der feministischen und queeren Regisseurin Dorothy Arzner. Seinerzeit ein Flop, gilt er heute als ihr bester und wichtigster Film, und hat sich bereits bei der ersten Sichtung einen Platz in meinen persönlichen Top 100 gesichert.Zeitgenössische Kritiker warfen Arzner vor, sie würde „Filme für Frauen“ machen (mit… Continue reading
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„Christopher Strong“
USA, 1933 Der Titel könnte zu der irrigen Annahme führen, in dem Film nach einem Drehbuch von Zoë Akins (basierend auf einem Roman von Gilbert Frankau) ginge es um einen Mann namens Christopher Strong.Nun, diesen Mann, einen erfolgreichen und glücklich verheirateten Politiker, gibt es in diesem Film, der nur ein Jahr vor Einführung des Hays-Production-Codes… Continue reading
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„Faster Pussycat! Kill! Kill!“ / „Die Satansweiber von Tittfield“
USA, 1965 Nach „The Night of the Living Dead“ war mir gestern irgendwie nach mehr wildem „billigen“ Exploitation-Schwarzweiß-Kino aus den 60ern.Da fiel mir die tolle Ausgabe der gesammelten Werke des viel gescholtenen Russ Meyer ein, die Arrow Films vor ein paar Jahren veröffentlicht hatte und die seitdem ein viel zu unbeachtetes Dasein in meiner Sammlung… Continue reading
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„Verführung: die grausame Frau“
Deutschland, 1985 Aufmerksam geworden bin ich auf die deutsche Filmemacherin Monika Treut, die in diesem Jahr für ihre Vorreiterinnen-Rolle für das queere und feministische Kino in Deutschland mit dem Helmut-Käutner-Preis der Stadt Düsseldorf ausgezeichnet wurde, leider erst durch ihr Vorwort zu Dr. Marcus Stigleggers kürzlich erschienenem, hoch interessanten Buch „BODY POLITICS! – Körperkult, Queerness und… Continue reading
