Olivers Filmwelten

Aus Leidenschaft zum Film


„Tank Girl“

USA, 1995

Bewertung: 3 von 5.

Es gibt Filme, die will eins einfach mögen, z.B. weil die Vorlage großartig ist, was aber nicht immer so ganz einfach ist.
„Tank Girl“ (zur Zeit als dieses Review vor fünf Jahren entstanden ist, gerade frisch in HD veröffentlicht) ist so ein Fall.
Mit Lori Petty und Malcom McDowell in Hauptrollen könnte schon mal nicht viel schiefgehen, passen die beiden doch wirklich gut auf ihre Charaktere, doch leider kranken sie an der gleichen Tatsache wie der gesamte Film.
Hier ist alles zu glatt und sauber und so wirken Petty und McDowell auch leider eher so als würden sie ihre Rollen abspulen.
Ihnen fehlen echte Ecken und Kanten, aus Anarcho-Grrl-Power-Comic wurde Fließbandarbeit.
Und der Film von Regisseurin Rachel Talalay geht ja sogar noch hin und hält den Zuschauenden die eigene Messlatte ständig vors Gesicht. Die eingeblendeten Comicstrips und -sequenzen lassen erahnen, wie der Film hätte aussehen können, nein aussehen müssen.
Kantig, überdreht, überzeichnet mit Mut zu einer gewissen Hässlichkeit.
Stattdessen gibt es Hochglanzoptik, die in HD in ihrer Sauberkeit ganz besonders zur Geltung kommt und die niemandem wirklich wehtut.
Schade drum, genauso wie um die Tatsache, dass von der angeblich geplanten Neuverfilmung mit Margot Robbie, der ich zugetraut hätte die Fehler des Vorgängers zu vermeiden, schon lange nichts mehr zu hören oder sehen ist.



2 Kommentare zu „„Tank Girl““

  1. […] eine weitere Meinung, könnt ihr auch mal bei Olivers Filmwelten […]

  2. […] Zeit zwar schon mit erstaunlich viel Charakterisierung ausgestattet und von Lori Petty („Tank Girl„) grandios verkörpert wurde, aber am Ende eben doch als Damsel-in-Distress herhalten […]

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