Olivers Filmwelten

Aus Leidenschaft zum Film


„Welcome Home Baby“

Österreich, Deutschland, 2025

Bewertung: 3.5 von 5.

Elf Jahre nach seinem auch international überaus erfolgreichen Alpen-Western „Das finstere Tal“ kehrt der österreichische Regisseur Andreas Prochaska mit „Welcome Home Baby“ ins Kino zurück.
Die Berliner Notärztin Judith erbt ein Haus in Österreich, in einer kleinen Ortschaft, in der sie bis zu ihrem vierten Lebensjahr gelebt hat. Zusammen mit ihrem Ehemann Ryan reist sie dort hin und sieht sich mit einer Vergangenheit konfrontiert, die sie lange verdrängt hatte.
Prochaska inszeniert die Geschichte als düstere Mischung aus Psycho-Thriller und Horrorfilm, baut dabei jedoch mehr auf Stimmung als auf eine stringente Geschichte. Erklärt wird hier wenig bis nichts, was einerseits Spielraum für Interpretationen lässt, andererseits aber auch enttäuscht, denn die durchaus interessanten Themen wie Traumabewältigung, religiöser Konservatismus und internalisierte Misogynie werden zwar angeschnitten, aber nicht wirklich behandelt.
Seine Spannung erhält der Film vor allem dadurch, dass er durchgehend aus Sicht seiner Hauptfigur erzählt ist, von Julia Franz Richter mitreißend verkörpert, doch seine Auflösung ist dann leider wenig spektakulär.
Aber für deutschsprachiges Genrekino, das ja ohnehin selten genug ist, ist „Welcome Home Baby“ gut gemacht, auch wenn er nicht an die Frühwerke des Regisseurs „In 3 Tagen bist du tot 1+2“ anknüpfen kann.



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