USA, 2017
Ausgerechnet an ihrem Geburtstag wacht die Highschool-Schülerin Theresa „Tree“ Gelbman im Zimmer ihres Klassenkameraden Carter auf, ohne Erinnerung daran, wie sie dort hingekommen ist. Carter versichert ihr zwar, es sei nichts zwischen ihnen passiert, aber sie glaubt ihm nicht. Am Abend wird sie auf dem Weg zu ihrer Geburtstagsparty von einer maskierten Gestalt verfolgt und ermordet, nur um am Morgen des selben Tages wieder im Bett von Carter aufzuwachen…
In „Happy Death Day“ verknüpfte Regisseur Christopher B. Landon das Slasher-Genre mit der Zeitschleifen-Idee aus „Täglich grüßt das Murmeltier“ und schuf damit einen der originellsten Genrebeiträge der letzten Jahre.
Jessica Rothe ist wundervoll als Theresa, schafft sie es doch, dass eins ihr die im Laufe des Films vor sich gehende Wandlung zu einem besseren Menschen sowohl abnimmt als auch von Herzen gönnt, und Israel Broussard gibt einen sympathischen Klassenkameraden ab.
Dabei funktioniert der Film so gut, weil er zum einen seine Horrorelemente wirklich ernst nimmt und zugleich aber die komischen Momente auch nie überreizt, sondern immer mit einem Augenzwinkern inszeniert, so dass eine ausgewogene Mischung entsteht.
Auch wirkt er in seiner Beschreibung von Theresas Reifeprozess nie moralisierend, sondern versteht es geschickt, diesen als eine Form von Self-Empowerment zu zeigen.
Die zwei Jahre später erschienene Fortsetzung „Happy Deathday 2U“ funktionierte für mich bei der Erstsichtung überhaupt nicht, versuchte sie doch in meinen Augen zu sehr den Erklärbär zu machen und zerstörte damit den Reiz des Unerklärlichen, aber vielleicht gebe ich ihr beizeiten nochmal eine Chance, denn der schon länger angekündigte dritte Teil lässt weiterhin auf sich warten.

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