USA, 1996
Der Forscher Ted Harrison wird während einer Reise nach Nepal von einem Werwolf verwundet und seine Frau getötet. Als Folge dessen verwandelt er sich jede Nacht in eine reißende Bestie. Als er in die Nähe seiner Schwester Janet zieht, beginnt ihr Hund Thor zu wittern, dass etwas nicht stimmt…
Eric Reds 1996 entstandener Werwolf-Film basiert auf dem Roman „Thor“ von Wayne Smith, der komplett aus der Perspektive des Hundes erzählt ist, was der Regisseur für einen Film für nicht umsetzbar hielt.
Dass dies doch geht und dabei ganz wunderbar funktionieren kann, hat ja jüngst „Good Boy – Trust His Instincts“ bewiesen, in dem ein Hund sein Herrchen gegen finstere Mächte verteidigt.
In „Bad Moon“ gibt es dann auch nur wenige Szenen aus Sicht des Hundes, von denen aber insbesondere eine längere Kamerafahrt durch den Wald zu überzeugen mag.
Schauspielerisch hat Primo als Thor aber auf jeden Fall die Nase vorn. Nicht dass Mariel Hemingway und Michael Paré ihre Sache schlecht machen würden, aber der Hund ist hier nun mal der Held und Sympathieträger.
Die Effekte sind gelungen und überaus blutig, und der Werwolf sieht meist vernünftig aus, nur die Verwandlungsszene hat eins in älteren Filmen schon besser gesehen.
Da der Film aber auch gerade mal 77 Minuten dauert und durchgehend atmosphärisch inszeniert ist, gibt es keinerlei Leerlauf und somit gehört er zu den besseren Vertretern des Werwolfgenres.
Eric Red hatte vorher den Thriller „Cohen and Tate“ gedreht und die Drehbücher zu den Genreklassikern „Hitcher, der Highway Killer„, „Near Dark“ und „Blue Steel„, an die er mit „Bad Moon“ zwar nicht heranreicht, aber trotzdem gut zu unterhalten weiß, zumal er das Ganze zu einem überraschend konsequenten Ende führt.

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