Olivers Filmwelten

Aus Leidenschaft zum Film


„Evil Dead Rise“

USA, 2023

Bewertung: 4 von 5.

Anmerkung: Dieses Review entstand ursprünglich 2023.
Evil Dead“ ist eines der wenigen Horror-Franchises, aus dem mir tatsächlich alle Filme (und die Fernsehserie) gefallen, obwohl oder gerade auch weil sie so unterschiedlich sind.
Nach Sam Raimis Original-Trilogie, die mit jedem Teil immer mehr Humor aufnahm, war ja lange Zeit Schluss, bis Fede Alavarez 2013 mit „Evil Dead“ ein überaus hartes und düsteres Reboot schuf, das auf Anhieb zu einem kleinen modernen Horror-Klassiker wurde. Die geplante Fortsetzung kam leider nie zustande, dafür dann die Fernsehserie „Ash vs. Evil Dead„, in der Bruce Campbell seine Rolle aus der Original-Trilogie wieder aufleben lassen durfte und sie danach endgültig an den Nagel hängte.
Seitdem ist er für das Franchise nur noch als ausführender Produzent tätig (zusammen mit Raimi), so halt auch für „Evil Dead Rise„.
Dieser springt nach einem fulminanten Anfang in einer Hütte am See, der noch vor dem Vorspann eindringlich zeigt, warum der Film seine 18er-Freigabe mehr als verdient hat, ein paar Tage in die Vergangenheit und in einen heruntergekommen, halb verlassenen Apartmentkomplex, in dem Ellie (Alyssa Sutherland, „Vikings„) nach der Trennung von ihrem Mann mit ihren drei Kindern lebt.
Als ihre jüngere Schwester Beth (Lily Sullivan) bei ihr Unterschlupf sucht und ein Erdbeben einen unterirdischen Tresorraum freilegt, in dem die Kinder ein geheimnisvolles Päckchen finden, nimmt das Unheil erneut seinen Lauf.
Eigentlich erzählt Regisseur Lee Cronin in „Evil Dead Rise“ über weite Strecken die gleiche Geschichte wie einst „Tanz der Teufel“ nur in einem anderen Setting und mit einer anderen Personenkonstellation. Bekannte Stationen des Originals werden dabei mehr oder weniger originell variiert und zitiert, wobei die Übertragung von einer Waldhütte in die Stadt erstaunlich gut funktioniert, was wohl nicht zuletzt daran liegt, dass der Film die beiden Safe-Zones „eigene Wohnung“ und „Familie“ gnadenlos zerstört.
Und obwohl er wirklich packend und auch überaus blutig inszeniert ist, kommt Lee Cronis Film jedoch nicht an Alvarez‘ Erstling heran, was zum Teil daran liegen könnte, dass es immer wieder Momente voller skurill-schwarzem Humor gibt, die durchaus an Raimi erinnern, aber die Stimmung doch verändern und den Schrecken hier und da etwas mildern. Von mir aus hätte darauf verzichtet werden können, aber nicht destotrotz bleibt „Evil Dead Rise“ eine unterhaltsame Schlachtplatte mit gekonnten Setpieces, sehr guten Effekten und bedrohlichem Sounddesign.
Und es sieht nicht so aus, als wäre dies das Ende des Franchise…



Ein Kommentar zu „„Evil Dead Rise““

  1. […] ich doch mein damaliges Review zum Vorgänger „Evil Dead Rise„, das ich dann jetzt auch mal in den Blog gehievt habe, mit der Feststellung begonnen, dass […]

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Olivers Filmwelten

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen