Großbritannien, 1986
„Link, der Butler“ ist eine kleine britische Produktion des Regisseurs Richard Franklin, der zuvor schon mit „Patrick„, „Truck Driver“ (mit Stacey Keach + Jamie Lee Curtis) und „Psycho II“ in Genrekreisen für gewisses Aufsehen gesorgt hatte.
Die Studentin Jane Chase (Elisabeth Shue) tritt einen Assistenzjob bei dem Professor Dr. Steven Phillip (Terence Stamp) an, der Experimente mit Primaten macht.
Als Hausdiener hält er sich den ehemaligen Zirkusschimpansen Link (dargestellt von einem Orang Utan (sic!)), der Kleidung trägt und mit Hilfe von Streichhölzern Feuer machen kann.
Der Film, den man als Parabel auf die Zerbrechlichkeit der zivilisatorischen Hülle lesen kann, wenn man ihm denn soviel Aussage zugestehen mag, ist zwar als Horrorfilm angelegt, vermag jedoch selten wirklich Schrecken verbreiten.
Dass ich ihn doch mag, liegt zu einem Teil an den sympatischen Darsteller*innen.
Terence Stamp gibt den Wissenschaftler mit dem ihm eigenen Pathos und die spätere Charakterdarstellerin Elisabeth Shue („Leaving Las Vegas„) darf hier in einer frühen (Haupt-)Rolle anstelle des Love Interest von Ralph Macchio („Karate Kid„), Tom Cruise („Cocktail„) oder Michael J. Fox („Zurück in die Zukunft II &III„) eine selbstbewusste junge Frau geben, die als intelligent eingeführt wird und letztendlich auch durch eine List gegen die animalische Gewalt obsiegt. Allein das macht den Film schon ebenfalls sympatisch.
Und der Titelheld verfügt auch über eine Menge Charisma, sind doch schon Menschen mit weniger Gesichtausdrücken als er zu Hollywood-Stars geworden.
Oben drauf kommt die wahrlich entfesselte Kamera von Mike Molloy, begleitet von der wie immer großartigen Musik von Jerry Goldsmith („Das Omen„, „Basic Instinct„).
Und in der seinerzeit bei Koch Media (heute Plaion Pictures) erschienenen 4K-Restauration sieht der Film einfach auch nur umwerfend aus.
Wahrlich kein Meisterwerk und auch kein vergessener Klassiker, aber mir hat die Wiederentdeckung eine Menge Spaß bereitet.

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