Deutschland, 1934
In dem 1934 entstandenen Kurzfilm „Zwei Windhunde“ des Regisseurs Detlef Sierk alias Douglas Sirk geht es mitnichten um zwei Vierbeiner, sondern vielmehr um zwei Männer, die gleichzeitig für eine Stelle als Buchhalter vorsprechen wollen und den jeweils anderen für ihren zukünftigen Chef halten.
Den beiden Männern dabei zuzuschauen und zuzuhören wie sie sich gegenseitig in ihrem Glauben hochschaukeln ist ein überaus großes Vergnügen, denn die Dialoge sitzen punktgenau und treffsicher und Fritz Odemar und Hans Hermann Schaufuß gehen in ihren Rollen sichtlich auf.
Verfügbar ist der gerade mal 31 Minuten dauernde Spaß leider nur auf dem in UK erscheinen Boxset „Sirk in Germany“ des Labels Eureka.
Warum das frühe Schaffen des großen Douglas Sirk in seinem Heimatland Deutschland veröffentlichungstechnisch so stiefmütterlich behandelt wird, ist mir gerade angesichts der mehr als deutlich vorhandenen künstlerischen Qualität ein Rätsel, aber wahrscheinlich glaubt man an verantwortlicher Stelle, dass es sich nicht lohnen würde, und gerade Filmkunst sieht sich in Deutschland ja generell immer wieder mit dem Problem konfrontiert, sich rechnen zu müssen.

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