Frankreich
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„The Shiver of the Vampires“
Frankreich, 1971 Als großer Fan von Vampirfilmen habe ich jedoch um die Werke eines bestimmten Regisseurs, der in dem Bereich sehr umtriebig war, immer einen großen Bogen gemacht: Jean Rollin.Alles, was ich von dem französischen Regisseur kannte, war mir irgendwie zu… ja was denn eigentlich? Meeeeh, beschreibt es vielleicht am besten.Angesichts der unlängst in UK… Continue reading
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„Le daim“ / „Monsieur Killerstyle“
Frankreich, 2019 In David Lynchs „Wild at Heart“ betonte Sailor Ripley stets, dass seine Schlangenlederjacke der Ausdruck seiner Individualität sei.In Quentin Dupieux‘ („Rubber„, „Wrong„) „Le daim“ (dt. eigentlich „Reh“ oder „Wildleder“) wird eine Wildlederjacke nun selbst zum Protagonisten.Allerdings ist sie nicht wie der Autoreifen aus seinem Debüt „Rubber“ dazu in der Lage selbst zu handeln… Continue reading
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„La fiancée du pirate“ / „Moneten für das Kätzchen“
Frankreich, 1969 „La fiancée du pirate“ habe ich entdeckt durch die Liste „The female gaze: 100 overlooked films by women“ des BFI und der deutsche Titel „Moneten für das Kätzchen“ ist das, was passiert, wenn ein feministischer Film einer französischen Regisseurin, für den sie sogar in Venedig den „Goldenen Löwen“ erhielt, auf das patriachalisch-geprägte Spießertum… Continue reading
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„The Name of the Rose“ / „Der Name der Rose“
Deutschland, Frankreich, Italien, 1986 „Ein Palimpsest auf dem Roman von Umberto Eco“ steht im Vorspann des Filmes von Jean-Jacques Annaud, also ein Werk geschrieben auf einem abgeschabten oder abgewaschenen Pergament, so dass der Originaltext kaum oder gar nicht mehr zu erkennen ist.Dass Ecos rund 800 Seiten starker Roman mit all seinen Aus- und Abschweifungen in… Continue reading
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„Benedetta“
Frankreich, 2021 Paul Verhoeven („Basic Instinct„, „Starship Troopers„) verfilmt das Leben der italienischen Nonne Benedetta Carlini im 17. Jahrhundert, basierend auf der 1986 erschienen Biographie „Schändliche Leidenschaften: das Leben einer lesbischen Nonne in Italien zur Zeit der Renaissance„.Nicht wenige hätten sich angesichts dieses Titels und Verhoevens Ruf als Skandalregisseur kaum gewundert, wenn dabei ein waschechter… Continue reading
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„La traque“ / „Treibjagd“
Frankreich, 1975 Mit „Treibjagd“ veröffentlicht Camera Obscura einen französichen Film aus dem Jahr 1975, der im deutschen Sprachraum bisher (wenn überhaupt) unter dem unsäglichen Titel „Ein wildes Wochenende“ bekannt war. (Dieser Beitrag entstand ursprünglich 2022.)Eine junge Engländerin (Mimsy Farmer) trifft im französischen Hinterland auf drei Mitglieder einer Jagdgesellschaft, wovon zwei sie vergewaltigen. Als es ihr… Continue reading
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„Raw“
Frankreich, 2016 Das Thema des Kannibalismus ist fast genau so alt wie die Filmgeschichte. Während er vorher zumeist nur als Randthema auftauchte, erlebte er in den 1970 Jahren eine kurzzeitige Welle von Exploitation-Filmen, in denen der Kannibalismus jedoch als Phänomen von „wilden“ Eingeborenen-stämmen behandelt wurde.In den frühen 1990er Jahren wurde durch die Verfilmung von „Schweigen… Continue reading
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„Titane“
Frankreich, 2021 Eins kann „Titane“, den Film der französischen Regisseurin Julia Ducournau über eine Frau, die von einem Auto schwanger wird, für ausgemachten Mist halten, eins kann aber auch versuchen hinter die Oberfläche des Körperhorrors zu schauen und den Film im Folgeschluss mit der Goldenen Palme auszeichnen, wie 2021 in Cannes geschehen.Als Kind verursacht Alexia… Continue reading
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„The Substance“
Frankreich / USA / Großbritannien, 2024 Mit ihrem gerade mal zweiten Film „The Substance“ etabliert sich die französische Drehbuchautorin und Regisseurin Coralie Fargeat endgültig als ernstzunehmende Autorenfilmerin.„The Substance“ ist mit seinen Anleihen bei Cronenberg , Lynch und Stuart Gordon weitaus tiefer im Genrefilm verankert als ich es erwartet hatte.Was als durchaus augenzwinkernde Satire auf Schönheits-… Continue reading
