Olivers Filmwelten

Aus Leidenschaft zum Film


„The Stepfather“

USA, 1987

Bewertung: 5 von 5.

Mit „The Stepfather“ ist Regisseur Joseph Ruben („Dreamscape„, „Der Feind in meinem Bett„) einer der kleinen Klassiker der 80er Jahre gelungen; der Story nach eher ein Thriller, doch in seiner Stimmung mitunter nahe am Horrorfilm.
Getragen wird der Film neben der stimmungsvollen Kameraarbeit John Lindleys, mit dem Ruben auch in seinen folgenden Filmen zusammenarbeiten sollte, vor allem durch die eindringliche Darstellung von Terry O’Quinn, der in den 2000ern als mysteriöser John Locke in der Serie „Lost“ endgültig berühmt werden sollte.
O’Quinn, hier noch mit Haaren, brilliert als Jerry Blake, der auf der Suche nach der perfekten Familie ist, jedoch auf jegliche Abweichung von seinen sehr strengen Vorstellungen nur mit Gewalt reagieren kann.
Ich kannte den Film bisher nur aus alten Fernsehausstrahlungen, bei denen er seiner Zeit um mehrere Minuten in den Gewaltdarstellungen gekürzt war.
Dank der französischen Blu-ray , die auch den englischen Originalton enthält und den Film in einer schön restaurierten Fassung präsentiert, konnte ich ihn nun erstmalig vollständig begutachten (das Finale macht endlich Sinn!).
Der Film zog zwei Fortsetzungen und ein Remake (2009) nach sich, von denen jedoch keines an das Original anschließen konnte.
So bleibt Rubens „The Stepfather“ mit seinen bissigen Seitenhieben auf das (Alp-)Traumbild der perfekten Familie ein Geheimtipp unter den Genrefilmen der 80er Jahre, der eine Wiederentdeckung auf jeden Fall wert ist.



Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Olivers Filmwelten

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen