Mexiko, Spanien, 2001
Spanien gegen Ende des Bürgerkriegs: Carlos wird in ein abgelegenes Waisenhaus gebracht, in dem der Geist in eines Jungen umhergeht.
„The Devil’s Backbone“ war der dritte Langfilm des mexikanischen Regisseur Guillermo del Toro, von dem er jedoch selbst sagt, sei sei „sein erster Film„, also der erste Film, den er so machen konnte, wie er es wollte.
Zwar wirkt der Geisterfilm noch weitaus schlichter, noch nicht so optisch überbordend wie „Pan’s Labyrinth“ oder die „Hellboy„-Verfilmungen, aber er trägt eben ein wichtiges Merkmal, das del Toros spätere Filme im Vergleich zu vielen anderen Horror- oder Gruselwerken auszeichnet: das Monster (hier der Geist) ist nicht das Monster. Das Genre dient nur als Unterbau für eine Geschichte über Faschismus vs. Sozialismus, über Gier vs. Zusammenhalt, über Freundschaft zwischen Ausgestoßenen. Themen die sich zu „Shape of Water“ (und sicherlich auch seinem neuesten Film „Frankenstein“) immer wiederfinden lassen.
del Torro bezeichnet „The Devil’s Backbone“ im übrigen als Geschwisterfilm zu „Pan’s Labyrinth„, den er gerne direkt im Anschluss gedreht hätte. In beiden steht ein Kind (einmal ein Junge und einmal ein Mädchen) im Vordergrund, beide beschäftigen sich mit unterschiedlichen Stadien des spanischen Faschismus und beide enthalten zahlreiche weitere erzählerische Parallelen.
Die bei Wicked Vision erscheinene Blu-ray-/DVD-Combo präsentiert den Film in einer schönen Restaurierung, die die stimmungsvollen Bilder seines Stammkameramanns Guillermo Navarro so richtig zur Geltung bringt, und enthält jede Menge tatsächlich aufschlussreiche Extras.

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