Olivers Filmwelten

Aus Leidenschaft zum Film


„New Life“

USA, 2023

Bewertung: 4.5 von 5.

Eine junge Frau läuft mit blutverschmiertem Gesicht durch die Straßen, zuhause angekommen packt sie hastig ein paar Dinge zusammen.
So beginnt der Debütfilm des Regisseurs und Drehbuchautors John Rosman, der uns die Geschichte von Jessica Murdock erzählt, die auf der Flucht ist, verfolgt von der Agentin Elsa Gray.
In Rückblenden und Träumen erfahren wir nach und nach die Hintergründe der beiden Protagonistinnen und selbst wenn der Thriller später um Horrorelemente ergänzt wird, so stehen doch immer seine Figuren im Vordergrund.
Für einen Genrefilm ist „New Life“ ungewohnt und erfrischend leise erzählt, die Effekte sind nie Selbstzweck, sondern ordnen sich der Geschichte unter ohne ihre Schockwirkung zu verlieren, und die wunderschöne Kameraarbeit von Mark Evans unterstützt das einfühlsame Schauspiel der Hauptdarstellerinnen, gibt ihnen Raum für die kleinen Gesten und Blicke, mit denen sie uns in die Erzählung hineinziehen.
Beide Frauen dürfen zugleich stark und verletzlich sein, was den Figuren bei aller Konstruiertheit der Geschichte, jene Glaubwürdigkeit gibt, die uns mit ihnen mitfiebern und leiden lässt.
Hayley Erin empfiehlt sich als Jessica, nach vielen Serienauftritten, in ihrer ersten Filmrolle genauso für weitere Hauptrollen wie Sonya Walger als Elsa, von deren früheren Filmen ich mir jetzt mal ein, zwei auf die Watchlist gepackt habe. Und den Regisseur John Rosman werde ich auf jeden Fall auch im Auge behalten, weist „New Life“ doch genau jene unverbrauchte Herangehensweise auf, die ich an Debütfilmen oft so sehr schätze.



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