Italien, 2025
Es muss nicht immer die große, bedeutungsschwere Filmkunst sein. Manchmal darf es auch einfach ein Martial Arts Spektakel sein. Oder eine Liebesgeschichte. Oder ein Gangsterdrama.
Oder aber „Kung Fu in Rome„. Der Film des italienischen Regisseurs Gabriele Mainetti ist nämlich all das in einem.
In einem Interview sagte Mainetti mal, er habe eben nicht wie Takashi Miike die Möglichkeit Hunderte von Filmen zu drehen, deswegen würde er, wenn er einen macht, gleich mehrere machen.
Schon der Vorgänger „Freaks Out“ lebte von der sich daraus ergebenden Genrevielfalt, aber in „La città proibita“ funktioniert das Prinzip noch ein bisschen besser. Wer allerdings angesichts des unsäglichen deutschen Titels einen leichtfüßigen oder gar witzigen Actionstreifen erwartet, sei gewarnt, dafür nimmt Mainetti die Genres, die er sich ausgesucht hat, dann doch zu ernst.
Die Actionsequenzen, in denen sich die junge Chinesin Mei auf der Suche nach ihrer verschwundenen Schwester durch die römische Unterwelt kämpft, sind rasant und erstaunlich ruppig inszeniert, die Liebesgeschichte zwischen ihr und dem Koch Marcello ist erfreulich kitschfrei und die Gangstergeschichte, die insgeheim die Basis des Films bildet, hat durchaus tragische Tiefe.
Zudem stimmt die Chemie zwischen beiden Hauptdarsteller*innen Yaxi Liu, die bisher hauptsächlich als Stuntdouble tätig war, und Enrico Borello und so entpuppt sich der Film, der ursprünglich nach einem Wortspiel mit dem Namen der Hauptfigur „Ciao Mei“ heißen sollte, als unterhaltsamer Genremix, der sich für seine Charaktere und Geschichte genauso viel Zeit nimmt wie für seine Action.

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