USA, Großbritannien, 2025
Der Familienvater Ben Richards verliert seinen Job wegen angeblicher Aufmüpfigkeit, dabei ist er wegen der akuten Grippeerkrankung seiner kleinen Tochter dringend auf Geld für Medikamente angewiesen. Voller Verzweiflung entschließt er sich bei einer der Gameshows mitzumachen, die tagtäglich über die Bildschirme flimmern und große Geldgewinne versprechen. Entgegen seines ursprünglichen Plans, landet er bei der Show „The Running Man“, bei der drei Kanditat*innen für jeden Tag, den sie bei dieser landesweiten Menschenjagd überleben, eine bestimmte Summe Geld und sollten Sie es tatsächlich schaffen, den Häschern einen Monat lang zu entkommen, sogar ein Vermögen von einer Milliarde.
Regisseur Edgar Wright hält sich bei seiner Neuinterpretation von Stephen Kings 1982 unter seinem Pseudonym Richard Bachmann erschienenem Roman „The Running Man“ / „Menschenjagd“ deutlich näher an die Vorlage als die 1987 entstandene Verfilmung mit Arnold Schwarzenegger.
Mit Glen Powell, der in „Top Gun: Maverick“ noch den selbstgefälligen Piloten Hangman gespielt hatte, steht ihm ein sympathischer Hauptdarsteller zur Verfügung und Josh Brolin darf als Dan Killian einen herrlich fiesen Gameshow-Produzenten abgeben, während die großartige Katy O’Brian („Love Lies Bleeding„) und William H. Macy („Fargo“, „The Cooler„) in Nebenrollen vorbeischauen.
Spätestens in der zweiten Hälfte leidet der Film allerdings unter seiner stark episodenhaften Erzählweise, die Wright nicht eingefangen bekommt, und das Ende wirkt leider völlig überhastet, weil plötzlich scheinbar nicht mehr genug Zeit da ist, es in Ruhe zu erzählen.
Angesichts des so wunderschön durchkomponierten Vorgängers „Last Night in Soho„, der für mich zu den besten Filmen des Jahres 2021 zählte, ist „The Running Man“ so gesehen bei aller stimmigen Darstellung eines von Medienkonzernen kontrollierten Landes und allem Unterhaltungswert doch leider eine kleine Enttäuschung für mich.

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