USA, 2025
Bereits mit seinen beiden ersten Filmen im Predator-Franchise, dem von mir sehr geschätzten „Prey“ und dem animierten Episodenfilm „Predator: Killer of Killers„, den ich leider noch nicht gesehen habe, hatte Regisseur Dan Trachtenberg bewiesen, wieviel sich noch aus dem Predator-Thema herausholen lässt, wenn man nur den Blickwinkel ein wenig verändert.
Und mit „Predator: Badlands“ geht er sogar einen Schritt weiter, wird doch der, oder besser gesagt ein Predator nicht nur zur zentralen Figur des Filmes, sondern zu dessen Held.
Der Film beginnt auf dem Planeten Yautja, der Heimatwelt der Predatoren, wo der junge Dek gerade seinen Initiationsritus ablegt, aber kläglich scheitert. Um sich dennoch zu beweisen, will er auf dem Planeten Genna das angeblich unbesiegbare Wesen Kalisk töten.
Allerdings erweist sich auch die restliche, ihm unbekannte Fauna und Flora des Planeten als überaus gefährlich. Zum Glück findet er den Torso der Weyland-Yutani-Androidin Thia, die zu einer von der Erde stammenden Forschungsmission gehört und deren Wissen über den Planeten ihm hilft zu überleben.
Damit werden das „Alien„- und das „Predator„-Franchise erstmalig innerhalb eines Filmes der Hauptreihen abseits der Comic- und Film-Spinnoffs „Alien vs. Predator“ miteinander verknüpft.
Dem Neuseeländer Dimitrius Schuster-Koloamatangi gelingt es in seinem erst zweiten Film trotz des Predatoren-Makeups, dass uns Dek sympathisch wird, der emotionale Anker des Films ist jedoch die wunderbare Elle Fanning als Thia, von der Dek mehr lernt als er anfänglich denkt.
Die Spezialeffekte des Films sind fantastisch, vor allem die Ausgestaltung des Planeten und seiner Bewohner, die Kameraarbeit von Jeff Cutter, mit dem Trachtenberg schon bei „Prey“ zusammengearbeitet hatte, erneut exquisit, die Geschichte hält die eine oder andere Wendung bereit und die Message von der selbst gesuchten Familie mag alt-bekannt sein, wird hier aber mit Charme und Witz erzählt.
Alles in allem reicht „Badlands“ für mich nicht ganz an seinen Vorgänger heran, der auf mich noch etwas in sich geschlossener und konzentrierter wirkte, ist aber ein spannender und unterhaltsamer Eintrag in die Filmreihe, der Lust auf mehr macht, nicht nur von Regisseur Dan Trachtenberg, sondern auch vom Predator Dek und seiner „Familie“.

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