USA, 2025
Die junge Millie Calloway tritt nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis eine Stelle als Hausmädchen bei dem reichen Ehepaar Nina und Andrew Winchester und deren kleiner Tochter Cecilia an. Die anfängliche Erleichterung und Freude trotz ihrer Vorstrafe so schnell einen Job (und eine Unterkunft) gefunden zu haben, weicht bald der Ernüchterung, denn Nina zeigt deutliche Anzeichen einer Psychose, die die Zusammenarbeit immer unerträglicher machen. Andrew hingegen zeigt sich der jungen Frau gegenüber hingegen überaus verständnisvoll und mehr als zugetan.
Paul Feigs Verfilmung des überaus erfolgreichen Romans „The Housemaid“ der amerikanischen Thrillerautorin Freida McFadden, im Deutschen ergänzt um den Titel, unter dem das Buch hierzulande erschienen ist, klingt auf den ersten Blick wie einer dieser Erotikthriller, wie sie spätestens seit den 1990ern zum Standard-Repertoire des Kinos gehören, nimmt jedoch im letzten Drittel eine deutlich feministische Wendung.
Amanda Seyfried, die ich ohnehin immer gerne sehe, und Sydney Sweeney („Immaculate„) machen ihre Sache erwartungsgemäß gut und auch Brandon Sklenar weiß in seiner Rolle zugefallen, aber die Zeichnung der Figuren bleibt halt immer Mittel zum Zweck, immerhin ist dies ein Psychothriller und keine psychologisch tiefgehende Auseinandersetzung mit den angeschnittenen Themen.
Kameramann John Schwartzman zitiert ganz bewusst Klassiker des Genres wie „Die Nacht des Jägers“ und „Die Wendeltreppe„. Und auch wenn „The Housemaid“ die atmosphärische Dichte und Klasse dieser Vorbilder nicht erreicht, wusste er mich durchaus spannend zu unterhalten, allein die Eskalation durch die sowohl optisch als auch akustisch sehr explizite Darstellung erzwungener Selbstverletzung hätte es für mich wirklich nicht gebraucht.

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