Großbritannien, 1961
Eine alte Dame liest des Nachts der neben ihr auf dem Tisch sitzenden Katze aus Edgar Alan Poes Gedicht „Der Rabe“ vor als sie plötzlich selbst Geräusche hört, die sich als ihr Butler entpuppen. Dieser ist ihr jedoch keineswegs zu Diensten, sondern erschlägt sie, nur um sie kurz darauf mit Hilfe des Hausmädchens und ihres eigenen Ehemanns in den nahegelegenen Wald zu tragen und dort zu vergraben. Doch die drei bemerken nicht, dass die Katze sie dabei aufmerksam beobachtet hat. Und schon bald trachtet das treue Haustier den Mörder*innen nach dem Leben.
Der von John Gilling inszenierte Krimi greift zwar das Motiv der rächenden Katze aus Edgar Alan Poes „The Black Cat„, vermag es aber leider nicht seine Prämisse in einen wirklich spannenden Film umzusetzen.
Die Darstellendenriege ist durchaus namhaft, unter ihnen André Morell als mörderischer Witwer, Freda Jackson als Hausmädchen und die wunderbare Barbara Shelley („Die Nächte der Würgerin„, „Das Dorf der Verdammten„) als Nichte der Ermordeten, aber die Inszenierung ist zu bieder um zu fesseln und die getigerte Katze bekommt zu wenig Profil als dass das Publikum sie als eigenen Charakter ins Herz schließen könnte. Und bedrohlich wirkt der Stubentiger auch so überhaupt nicht.
Die ursprüngliche Drehbuchfassung sah wohl vor, dass die Täter*innen von ihrem schlechten Gewissen, das sich in Form des übergroßen Schattens einer Katze manifestiert, in den Tod getrieben werden, was atmosphärisch ganz andere Möglichkeiten geboten hätte.
Aber so bleibt dieser Ausflug der Hammer Film Studios in den Bereich des Kriminalfilms leider weit hinter seinen Möglichkeiten zurück.

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