Olivers Filmwelten

Aus Leidenschaft zum Film


„Bumblebee“

USA, 2018

Bewertung: 4.5 von 5.

Beim ersten „Transformers“-Film von Michael Bay habe ich damals nach der Hälfte des Films mit Kopfschmerzen aufgegeben.
Ich liebe gute Spezialeffekte, aber ich möchte bitte auch die Zeit und die Möglichkeit haben, sie genießen zu können.
Guillermo del Toros „Pacific Rim“ ist für mich ein Idealbeispiel dafür, wie man es richtig macht, insbesondere die Kampfszene im Regen zwischen Hochhäusern.
Bei „Transformers“ fand ich die Effekte immer verschwendet zugunsten eines Schnittgewitters.
Doch bereits die Eröffnungssequenz von „Bumblebee“ lässt erahnen, dass es in diesem Transformers-Film anders sein wird.
Ohnehin ist er kein Non-Stop-Action-Film, sondern eher eine Art „Herbie (oder Dudu) trifft die Transformers„.
Ja, es gibt Roboterkämpfe, aber sie sind nicht das Zentrum des Films.
Travis Knight, der zuvor den wundertollen Puppenanimationsfilm „Kubo – Der tapfere Samurai“ gemacht hatte, erzählt die Geschichte der Teenagerin Charlie Watson, gespielt von Hailee Steinfeld, die allein in ihrer ersten Szene mehr Charakter hat als der gesamte Cast des ersten „Transformers“ zusammengenommen.
Charlie ist eine Außenseiterin, die Werkzeuge lieber mag als Makeup.
Der Film greift dabei zwar einige typische Teenager-Film-Themen auf, die eins in den letzten Jahrzehnten schon des Öfteren gesehen hat, versieht sie aber mit einem Spin, der den Film überaus sympathisch macht.
Dies ist nämlich nicht die Art von Film, in der sich die unangepasste Hauptfigur an die gesellschaftlichen Erwartungen angleichen muss, um zum Erfolg und Happy-End zu kommen. Vielmehr wird sie zur Heldin, weil sie ist, was sie ist, und kann, was sie kann. So einige von der Kritik über den Klee gelobten Coming-of-Age-Filme der letzten Jahre haben dies ihren, gerade weiblichen Charakteren eben nicht zugestanden…



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