Olivers Filmwelten

Aus Leidenschaft zum Film


„The Fantastic Four: First Steps“

USA, 2025

Bewertung: 4 von 5.

The Fantastic Four“ waren irgendwie nie so mein Ding, weder als Comic und noch viel weniger als Film, aber nach dem ganzen düsteren Zeugs, das ich in den letzten Tagen geguckt hatte, war mir mal zur Abwechslung nach etwas Buntem.
Und tatsächlich gehört der knallige Retro-Future-Look des neuen Fantastic Four-Films, der ihn wohltuend sowohl von seinen Vorgängern als auch anderen neueren Marvel-Filmen abhebt, für mich zu seinen größten Stärken. Auch die eher ruhige Erzählweise, die zwischen eigentlich nur zwei größeren Actionsequenzen eine Menge Zeit für Charakterspiel lässt, gefiel mir ausnehmend gut.
Auf eine erneute ausgebreitete Erzählung der Origin-Story verzichtet „First Steps“ ganz ähnlich wie der neue „Superman“ zum Glück ebenfalls.
Die Spezialeffekte sind größtenteils sehr stimmig und mitunter sogar beeindruckend.
Pedro Pascal, Vanessa Kirby (die ich ohnehin immer sehr gerne sehe) und Joseph Quinn machen ihre Sache sehr gut und Ebon Moss-Bachrach, Julia Garner und Ralph Ineson gelingt es als The Thing, Female Silver Surfer und Galactus ihren computergenerierten Charakteren hinter all den Pixeln eine erstaunliche Menge Leben einzuhauchen.
Allein die Tatsache, dass das einzige, was den Drehbuchautor*innen zum weiblichen Silver Surfer noch einfiel, sie zum Love Interest für Johnny Storm zu machen ist, finde ich etwas sehr schade.
Im direkten Vergleich mit den beiden anderen zuletzt geschauten Comic-Verfilmungen, hat „Superman“ für mich in Sachen Humor und Bösewicht eindeutig die Nase vorn, während die „Thunderbolts*“ mit deutlich mehr Tiefgang zu punkten wissen. Unterhaltsam und für Comicfans sehenswert ist „The Fantastic Four: First Steps“ aber auf jeden Fall und darf sich zurecht die erste gelungene Verfilmung ihrer Comic-Vorbilder nennen.



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