Deutschland, 2025, ARD Mediathek
Die 12jährige Martha und ihre beiden jüngeren Brüder Mikkel und Mats wollten eigentlich mit den Eltern nach Italien in den Urlaub fliegen, doch ihre Mutter hat in New York einen Unfall und da ihr Vater nun dringend dorthin muss, lädt er die drei spontan und unangekündigt bei Oma Inge an der Schlei ab. Diese ist anfangs davon ebenso wenig begeistert wie die Kinder, doch mit der Zeit raufen sie sich zusammen. Und dann kommen die Kinder auch noch einem Geheimnis auf die Spur…
Die Verfilmung des gleichnamigen Kinderbuchs der Erfolgs-schriftstellerin Kirsten Boie nimmt sowohl ihre kindlichen als auch erwachsenen Protagonist*innen ernst (gerade letzteres ist ja bei deutschen Kinderfilmen nicht immer der Fall) und erzählt ganz unaufgeregt eine eigentlich typische Kinder-Detektivgeschichte, die nicht zuletzt wegen der großartig aufspielenden Johanna Gastdorf als Oma Inge und der sehr natürlich-ansteckenden Lotta Herzog als Martha, der eins im positiven Sinne anmerkt, dass sie schon über eine Menge Schauspielerfahrung verfügt, ganz wunderbar funktioniert.
Kamerafrau Britta Mangold verpackt die Geschichte in stimmungsvolle, sonnendurchflutete Bilder ohne in Urlaubsvideoklischees zu verfallen, und nach nur 75 Minuten ist der von Mara Eibl-Eibesfeldt mit leichter Hand inszenierte Spaß dann leider auch schon vorbei, aber es gibt ja als Bücher noch drei Fortsetzungen…
Für Kinder ohne Altersbeschränkung freigegen, aber so die eigentliche Zielgruppe dürfte so bei 5 und aufwärts liegen.

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