Japan
-
„Tetsuo II: Body Hammer“
Japan, 1992 Drei Jahre nach seinem aufsehenerregenden Debüt „Tetsuo: The Iron Man“ drehte der japanische Regisseur Shin’ya Tsukamoto eine Variation der dort etablierten Themen, die aber wegen ihrer stark veränderten Tonalität bei Fans und Kritikern erst nur sehr verhalten aufgenommen wurde.An die Stelle hektischer Schwarzweiß-Bildfolgen tritt hier eine betont ruhige Kameraarbeit mit von einer von… Continue reading
-
„Tetsuo: The Iron Man“
Japan, 1989 Ein Büroangestellter entdeckt eines Morgens beim Rasieren einen kleinen Metallsplitter, der anstatt eines Barthaares aus seiner Wange wächst. Beim Entfernen steht eine kleine Wunde.Auf dem Weg zur Arbeit wird er am Bahnhof Zeuge, wie die Frau neben ihm sich nach einem seltsam anmutenden Tierkadaver voller Metallteile bückt. Als sie sich wieder erhebt, besteht… Continue reading
-
„Mōjū“ / „The Blind Beast“ / „Die blinde Bestie“
Japan, 1969 Ende der 1960er Jahre kam das wirtschaftlich angeschlagene japanische Filmstudio Daiei auf seinen wohl renommiertesten Regisseur Masumura Yasuzō zu, ob er für sie nicht einen Film drehen könnte, der helfen sollte, das Studio zu retten: einen dieser neumodischen und erfolgreichen Exploitationfilme oder einen Pinku eiga (japanisches Softcore-Erotik Filmgenre) oder am besten direkt beides.… Continue reading
-
„Bara no Sōretsu“ / „Funeral Parade of Roses“
Japan, 1969 Die junge trans Frau Eddie arbeitet in einer Schwulenbar in Tokyo, die dem Drogenboss Gonda gehört. Als die beiden ein Verhältnis beginnen, weckt dies die Eifersucht der Chefin des Etablissements.Regisseur Toshio Matsumoto entfaltet in seinem Debütfilm die lose an das antike Drama „Oedipus“ angelehnte Geschichte in kunstvoll verschachtelten Kapiteln und Rückblenden, die zusätzlich… Continue reading
-
„Chirin no Suzu“ / „Ringing Bell“
Japan, 1978 „Ringing Bell“ ist ein nur 47 Minuten langer japanischer Anime aus dem Jahr 1978, der die Geschichte des kleinen Lamms Chirin erzählt, das glücklich mit den anderen Schafen auf einer Farm lebt bis zu dem Tag, an dem seine Mutter bei dem Versuch, ihn bei einem Wolfsangriff zu beschützen, stirbt. Entsetzt von der… Continue reading
-
„Yaneura no Rajā“ / „The Imaginary“ / „Der Imaginäre“
Japan, 2023, Netflix „The Imaginary“ ist nach dem tollen „Mary and the Witch’s Flower“ der zweite Anime des von ehemaligen Mitarbeitenden des Sudio Ghibli gegründeten Studio Ponoc und zugleich der Debütfilm des Regisseurs Yoshiyuki Momose. Wie schon mit „Mary“ setzen sie die Tradition der starken Mädchenfiguren fort, finden aber gleichzeitig einen deutlich eigenständigeren Erzähl- und… Continue reading
-
„Erinnerungen an Marnie“
Japan, 2014 Warum der damals als letzter Film des Zeichentrick-Studios Ghibli angekündigte „Erinnerungen an Marnie“ seinerzeit an mir vorbeigegangen ist, weiß ich auch nicht zu sagen.Vielleicht, weil er nicht vom berühmten Hayao Miyazaki stammte, sondern von Hiromasa Yonebayashi, der zuvor nur die Borger-Verfilmung „Arrietty“ gemacht hatte, welche mich nicht so recht überzeugt hatte.Trotz seiner Altersfreigabe… Continue reading
-
„Droste no hate de bokura“ / „Beyond the Infinite Two Minutes“
Japan, 2020 Dass Zeitreisen zu Verwicklungen führen können, hat uns ja spätestens schon „Zurück in die Zukunft“ gelehrt.Der spanische Low-Budget-Thriller „Timecrimes“ zeigte dann 2008, wie man die Thematik auch ohne viel Geld und Aufwand spannend und intelligent in Szene setzen kann. (Wer ihn noch nicht kennt, angucken!)Der japanische Film „Droste no hate de bokura“ /… Continue reading
-
„Tengoku to Jigoku“ / „High and Low“ / „Zwischen Himmel und Hölle“
Japan, 1963 Die meisten dürften Akira Kurosawa als Regisseur epischer Samurai-Filme kennen, von „Die Sieben Samurai“ über „Die verborgene Festung“ bis „Ran„. Seine Gesellschaftsdramen und Kriminalfilme führen dagegen außerhalb der Filmkritik ein leider zumeist eher unbeachtetes Dasein. In „Zwischen Himmel und Hölle“ dient ihm ein Entführungsfall als Grundlage einer ausführlichen Betrachtung über persönliche, moralische und… Continue reading
